Marie Wolfram, Nikolaus Kogler

Fallbeispiel: Elektronisches Informationssystem

Tourismusinformation über die Stadt Wien

I. Abgedeckte Bereiche:

1. Zahlen und Fakten über die Stadt

2. Stadtgeschichte

3. Sehenswürdigkeiten

4. Praktische Informationen

Das Informationssystem ist als grundsätzliche Illustration der Anwendbarkeit des World Wide Web für City-Marketing-Aktivitäten gedacht und beschränkt sich daher auf die wichtigsten Daten über die Stadt Wien. Es ist vorlaeufig in deutscher Sprache gestaltet. Das Informationsgerüst ist aber in sämtlichen Bereichen ausbau- und erweiterbar.

II. Form: "Indivirtual Tour" mit vier grundsätzlichen Verzweigungsmöglichkeiten

III. Vorteile gegenüber herkömmlichem Reiseführer:

1. Tourist kann individuall planen und vorbereiten

2. Verzweigungsmöglichkeiten in externe Informationsquellen

3. Information aus diesem Grund umfassender und vielseitiger

3. Daten aus externen Quellen sind (meist) up to date

IV. Entscheidugsprogramm:

Schriftartenerklärung: normal = In der Oberfläche lesbarer Textteil

fett = Übersc fett = Überschrift des Abschnitts

kursiv = Hinweis auf einzufügendes Bilddokument

kursiv/unterstrichen = Hinweis auf Hyperlink

1. Einstieg

Willkommen in Wien!

Foto Überblick Über Wien

Wählen Sie bitte den Bereich, über den Sie konkrete Informationen erhalten wollen.

1. Zahlen und Fakten über die Stadt Wien

2. Eine überblicksartige Darstellung der Geschichte Wiens

3. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

4. Praktische Informationen und Reisetips

2. Zahlen und Fakten über die Stadt Wien

Zahlen und Fakten über die Stadt Wien

2.1. Allgemeines

Wien ist Bundeshauptstadt und zugleich eines der neun Bundesländer der Republik Österreich. Es ist Sitz des Bundespräsidenten (er amtiert in der Hofburg, der ehemaligen kaiserlichen Burg), der Bundesregierung, der obersten Organe der Bundesverwaltung und der Landesregierung von Wien. Trotz seiner peripheren Lage ist Wien das politische, wirtschaftliche, geistige und kulturelle Zentrum des Lange und kulturelle Zentrum des Landes.

Mit 415 Quadratkilometern Fläche ist Wien eine der räumlich mittelgroßen europäischen Metropolen. Seit dem Ersten Weltkrieg war die Bevölkerungszahl rückläufig. 1910 lebten noch 2,1 Mio. Menschen in Wien, bis zur Öffnung der Grenzen zu Österreichs' östlichen Nachbarn waren es etwa 1,5 Mio. Einwohner. Seither verzeichnet die Stadt einen konstanten Zuwachs an Einwohnern.

Einige Eckdaten (Stand November 1990)

Flaeche: rund 415 Quadratkilometer; davon 32,4% Bebauung, 49,9% Gruenanlagen, 13,5% Verkehrsflaechen, 4,3% Gewaesser.

Kultur: 78 Museen, 35 Theater, 98 Kinos, 70 Bibliotheken, 13 Varietes und Kabaretts, 30 Tages- und Wochenzeiten.

Bildung: 524 Allgemeinbildende Schulen, 163 Berufsbildende Schulen, 14 Volks- hochschulen, rund 106.000 Studenten.

Fremdenverkehr: rund 700.000 Inlaenderuebernachtungen/Jahr; rund 6.100.000 Auslaenderuebernachtungen/Jahr.

Bevoelkerung: rund 1,6 Mio, davon rund 161.000 Auslaender (10,5%).

2.2. Gliederung/Administration

Die Stadt gliedert sich in 23 numerierte Bezirke. Der 1. Bezirk, die Innere Stadt, entspricht der Altstadt Wiens. Als "Innenbezirke" werden die Bezirke 3-9 bezeichnet, die sich aus den ehemaligen Vorstädten entwickelt haben; als "Außenbezirke" die Bezirke 10-19 außerhalb des Gürtels.lig;erhalb des Gürtels. Sie entstanden aus den ehemaligen Vororten.

Zugleich Gemeinde und Bundesland, nimmt Wien auch in der administrativen Gliederung eine Doppelfunktion ein. Der für fünf Jahre gewählte Gemeinderat ist zugleich Landtag, der aus der Mitte der Gemeinderäte gewählte Bürgermeister (siehe Rathaus) übt gleichzeitig das Amt des Landeshauptmanns aus. Den 23 Bezirken stehen aus Gründen der Verwaltungsdezentralisierung Bezirksvertretungen vor, die aus ihrer Mitte den Bezirksvorsteher wählen.

2.3. Wien als Sitz internationaler Organisationen

Zahlreiche internationale Organisationen residieren in Wien: die UNIDO (Organisation für industrielle Entwicklung), die IAEO (Internationale Atomenergieorganisation), das UN-Hochkommissariat fŸr Flüchtlingsfragen, das ICEM (Komitee für europŠische Auswanderung) und die OPEC (Organisation Erdöl exportierender Länder): Der IAEO gehouml;ren 80, der UNIDO 86 Mitglieder an. Die oben genannten und weitere UNO-Einrichtungen sind im Vienna International Center, auch bekannt unter dem Namen "UNO-City", untergebracht.

2.4. Kultur

Wien ist eine der bedeutendsten Kulturmetropolen der Welt und Sammelplatz internationaler Künstler - vorwieionaler Künstler - vorwiegend von Musikern und Wissenschaftern. In keiner anderen Stadt lebten so viele bedeutende Komponisten, gibt es so viele Kammerorchester, Ensembles und Chöre. Die Wiener Staatsoper ist eines der drei führenden Opernhäuser der Welt.

In über 100 staatlichen und privaten Museen sowie etwa 120 Galerien wird viel Kostbares gezeigt. Wien nennt eine der bedeutendsten Gemäldesammlungen Europas, die Brueghel-Sammlung, sein eigen, besitzt eine der umfangreichsten graphischen Sammlungen der Welt und die größte geschlossene Handzeichensammlung von Albrecht Dürer. Die bedeutendsten dieser Museen sind das Naturhistorische Museum und das Kunsthistorische Museum. Die Inkunabelnsammlung der Nationalbibliothek ist die drittgrößte der Welt.

Kulturkalender

2.5. Wirtschaft

Der Abstieg zur kleinen Republik nach dem Zerfall der Monarchie und die Randlage bedeuteten für Wien den Verlust weltwirtschaftlicher Marktpositionen. Heute setzt Wien als Umschlag- und Kontaktplatz im Ost-West-Handel vorwiegend auf gute bilaterale Wirtschaftsbeziehungen. Viele ausländische und multinationale Unternehmungen, Banken und Handelsfirmen unterhalten Niederlassungen in der österreichischen Hauptstadt. Wien ist daen Hauptstadt. Wien ist das Verwaltungs-, Handels-, Industrie- und Kapitalmarktzentrum des Landes. Als flächenmäßig kleinstes Bundesland hat die Stadt mit über 66000 Arbeitsstätten den absolut größten Anteil an Arbeitsstätten in Österreich.

3. Überblick über die Geschichte Wiens

5000 v. Chr. Erste Spuren menschlicher Besiedlung.

um 100 n. Chr. Die Römer gründen als Grenzfestung gegen die nördlich der Donauansässigen Germanen das Militärlager Vindobona, in dessen Umkreis eine Zivilstadt entsteht.

955 Sieg Kaiser Ottos I. über die Ungarn und Wiedererrichtung der Ostmark (Ostarrichi, Österreich) als Grenzmark des Reiches gegen Osten.

um 1130 Wien fällt an die Babenberger

Anfang 13. Jh.Anfang 13. Jh. Ummauerung der Stadt

1365 Gründung der Wiener Universität als Konkurrenz zu Prag.

1532-1672 Die türkische Belagerung führt zum Bau eines mächtigen Befestigungsgürtels.

1683 Großwesir Kara Mustafa belagert mit 200000 Mann die Stadt. Knapp 20000 Wiener verteidigen sich unter Führung des Grafen Starhemberg gegen die Übermacht der Türken. Befreiung Wiens durch das Entsatzheer des Polenkönigs Johann III. Sobieski.

Schloß Schönbrunn

1776 Gründung der Hoftheaterbühne (siehe 4.9.Burgtheater)

1814-1815 Der Wiener Kongreß, umrahmt von glanzvollen Festen, tagt unter dem Vorsitz des Fürsten Metternich zum Zweck einer Neuordnung Europas nach dem Tod Napoleons.

1848 Märzrevolution gegen das Regime des Fürsten Metternich.

1857 Planung der Ringstraßenzone und Schleifung der Basteien

1872-1873 Bau des Neuen Rathauses

1918 Zerfall der Doppelmonarchie und Abdankung des letzten österreichischen Kaisers Karl I.

1938 Wien wird "Reichsgau". Das "großdeutsche Zwischenspiel"großdeutsche Zwischenspiel" fordert das Leben von 200.000 Wienern. Nach 52 Luftangriffen und 10 Kampftagen im Stadtgebiet sind 21.000 Häuser zerstört, 86.000 Wohnungen unbenutzbar, 120 Brücken gesprengt und 3700 Gas- und Wasserleitungen unterbrochen.

1979 Eröffnung der UNO-City.

4. Wichtigste Sehenswürdigkeiten

4.1. Schloß Schönbrunn

Geschichtlicher Hintergrund

Nach dem glorreichen Sieg über die Türken (1683) beauftragte Kaiser Leopold I. Fischer von Erlach mit dem Entwurf für ein kaiserliches Lustschloß auf dem Boden des zerstörten Schlösschens Katterburg. Fischer plante ein Schloß auf dem Gloriettehügel, größer und prächtiger als das Schloß von Versailles. Das Projekt wurde nie verwirklicht.

Das bescheidenere Barockschloß Schönbrunn mit 1441 Zimmern und Sälen entstand 1696-1730. Von 1744 bis 1749 richtete Nikolaus Pacassi das Schloß für Maria Theresia als Residenz her. 1816-1819 erfolgten einige Umbauten. Der Wiederaufbau nach schweren Kriegsschäden war 1952 abgeschlossen. Heute wird es als festlicher Rahmen für Empf&aumcher Rahmen für Empfänge des Bundespräsidenten genutzt.

Nach Maria Theresia erlebte das Schloß ein Residenz der Sieger: 1805 quartierte sich Napoleon I. in Maria Theresias Lieblingsräumen ein; 1945 schlug der englische Hochkommissar im ehemaligen Amtsraum des großen Korsen sein Büro auf, was die Franzosen seltsamerweise verstimmte.

Schauräume

Im Schloß sind 42 Schauräume zugänglich. Sie entsprechen dem Status der Räume zu Kaiser Franz Josephs Zeiten.

Gloriette

Auf den Anhoehen des haeufig terrassenartig aufsteigenden Gelaendes standen luftige Zierbauten, von den man weit ins Land sah. Sie wurden nicht nur im Wundergarten des Prinzen Eugen Belvedere genannt. In Schoenbrunn heisst eine Huegelbekroenung, von der man auf das Schloss und das Blumenparterre sieht, Gloriette genannt. Urspruenglich sollte das Schloss auf dem Huegel stehen, hoch ueber der Stadt. Aber es blieb beim Traeumen, der nuechterne Hausverstand der Habsburger siegte. Und unter Kaiserin Maria Theresia wurde der massvolle, ueberschaubare Spaetbarockbau am Fusse des Huegels voockbau am Fusse des Huegels vollendet.

4.2. Kunsthistorisches Museum

Praktische Informationen zum Kunsthistorisches Museum

Man blickte nach London und Amsterdam und fand, Wien müsse auch eigene Museumsbauten haben, zumal die kaiserlichen Sammlungen das ehemalige Sommerpalais des Prinzen Eugen längst sprengten.

Die Pläne für zwei Prunkmuseen, das Kunsthistorische Museum und das Naturhistorische Museum, wurden Karl Hasenauer und Gottfried Semper übertragen. Sie erstellten zwischen 1872 und 1891 zwei gewaltige Zwillingsbauten, die den Maria-Theresien-Platz rechts und links einrahmten. die Planer mußten (trotz erst überstandenem Staatsbakrott) nicht sparen, sie konnten kostbares Material verwenden und bedeutende Künstler mit der Innenausstattung betrauen.

Am Innenschmuck des Kunsthistorischen Museums arbeiteten u.a. Viktor Tilgner, Hans Makart, Michael Munkcsy, die Brüder Ernst und Gustav Klimt und Franz Matsch.

Die Sammlungen des Kunsthistorischen Museums umfassen 10 Abteilungen. Im Hauptgebäude sind untergebracht:

en und Geldzeichen.

Außer Haus befinden sich folgende Sammlungen des Kunsthistorischen Museums:

Um das Museum im Hauptgebäude zu besichtigen, muß man viele Treppen steigen, 4 km Gänge überwinden und 51 Säle besuchen. dabei empfiehlt es sich, die hier angegebene Reihenfolge einzuhalten.

Ein Tip für die Kurzbesucher: Die Ägyptisch-Orientalische Sammlung und die Gemäldegalerie sind die "Herzstücke" des Museums.

4.3. Naturhistorisches Museum

Praktische Informationen zum Kunsthistorisches Museum

Das Naturhistorische Museum liegt dem Zwillingsbau des Kunsthistorischen Museums unmittelbar gegenüber. Die in 39 Schausälen und einer Kuppelhalle untergebrachten Bestände wurden von Franz I. (Gemahl Maria Theresias) als Naturaliensammlung gegründet. Die seit 1889 im jetzigen Gebäude befindlichen Sammlungen werden ständig erweitert und modernisiert.

Das Ausstellungsangebot reicht von einer mineralogisch-petrographischen Abteilung (Hochparterre) über eine geologisch-paläontologische (Hochparterre), eine prähistorische (Hochparterre),uml;historische (Hochparterre), eine antropologische (Hochparterre) Abteilung, einen Kindersaal (Hochparterre), einen botanischen Schausaal (1. Stock) bis zu einer zoologischen Abteilung (1. Stock).

4.4. Hofburg

Die kaiserliche Burg in der Inneren der Stadt war über mehr als sechs Jahrhunderte (bis 1918) Sitz der herrscher über Österreich, zweieinhalb Jahrhunderte (bis 1806) Sitz der Deutschen Kaiser und ist heute Amtssitz des österreichischen Staatsoberhauptes: Der Bundespräsident amtiert und repräsentiert in den Zimmern Maria Theresias und Josephs II.

Der aus 10 Gebäuden bestehende Komplex blickt auf eine siebenhundertjährige Baugeschichte zurück. Seit 1275 ließen fast alle österreichischen Herrscher Zu- oder Umbauten durchführen. So weist die Hofburg Bauteile aus der Gotik, Renaissance, dem Barock, Rokokm Barock, Rokoko, Klassizismus und der Gründerzeit auf.

Der Gesamtkomplex der Hofburg umfaßt mit Plätzen und Gärten ein Areal von 240.000m2. Die "Stadt in der Stadt" verfügt in ihren Gebäuden über 18 Trakte, 54 Stiegen, 19 Höfe und 2.600 Räume. 5.000 Menschen arbeiten hier.

Der älteste Teil ist der Schweizerhof oder Schweizertrakt. Er ist seit 1279 urkundlich belegt. Ferdinand I. ließ die Anlage um 1547-1552 in ein Renaissanceschloß umbauen, gleichzeitig entstand auch das mächtige Schweizertor. Der Leopoldinische Trakt verbindet den Schweizerhof mit der Amalienburg. Er wurde von Maria Theresias Großvater als Bauherr errichtet. Der Bundespräsident der Republik arbeitet im ehemaligen Arbeitszimmer Josephs II. Als neuester Teil der Hofburg-Anlage wurde die "Neue Burg" kurz vor Ende des 1. Weltkrieges vollendet. Sie ist Teil eines nie zur Ausführung gekommenen Gesamtplans der Architekten Hasenauer und Semper

4.5. Hundertwasserhaus

Dieses natur- und menschenfreundliche Haus entstammt der Phantasie des Malers und "Architektenfeindes" Friedensreich Hundertwasser (eigentlich Friedrich Stowasser; geb. 1928), das die Gemeinde Wien 1983-1985 im Rahmen des sozialen Wohnungsbaues errichten ließ. Die Mieten sind allerdings nicht unbedingt als sozial zu bezeichnen, und im Grunde wohnen hier Künste wohnen hier Künstler, was Hundertwasser wiederum freut: "Wenn hier Privilegierte einziehen, dann ist das ein beweis für mich, daß das Haus gut ist. Es ist doch bemerkenswert, wenn solche Leute Bereitschaft zeigen, in diese doch relativ kleinen Wohnungen einzuziehen." Doch auch Künstler nervt der Rummel, der um dieses Bauwerk entstanden ist; denn täglich pilgern zahllose Wien-Besucher zu dieser umstrittenen Architekturattraktion. So ist die anfängliche Bereitschaft der Bewohner, Interessierte auch das Innere sehen zu lassen, inzwischen einer unmißverständlichen "Verschlossenheit" gewichen.

4.6. Stephansdom

Hauptsehenswürdigkeit und Wahrzeichen Wiens sowie Österreichs bedeutendstes gotisches Bauwerk: der Stephansdom und der 137m hohe Turm, der ihn krönt. Seit 1722 ist er erzbischöfliche Kathedralkirche.

Der Dom, an dem seit dem 12. Jh. Generationen gebaut haben (und immer noch bauen), repräsentiert die Geschichte von acht Jahrhunderten. Die erste romanische Kirche wich einer spät-romanischen (13. Jh.). Von ihr sind noch das Riesentor und die Heidentürme erhalten. Der Umbau zur gotischen Kirche erfolgte im 14. Jh. durch Herzog Rudolf IV. von Habsburg. In diesem Jahrhundert wurden die Chohalle, die Eligiuskapelle, die Tirna- und die Katharinenkapelle fertiggestellt. Im 15. Jhrtiggestellt. Im 15. Jh. entstanden der Südturm, das Langhaus und die Barbarakapelle. Im 17., 18. und 19. Jh. erfolgten Verbesserungs- und Ergänzungsbauten.

In den letzten Kriegstagen des Jahres 1945 brannte das Dach des Domes ab, die Gewölbe von Mittelchor und rechtem Seitenchor stürzten ein, die Türme brannten aus. Die Wiederaufbau- und Restaurierungsarbeiten dauerten von 1948 bis 1962.

Die Grundfläche des Domes beträgt 3500 m2. Er ist 107m lang und 39m breit. Die Höhe des Mittelschiffs beträgt 28m. Die Heidentürme sind 66m hoch, der Südturm 137m, der unvollendete Nordturm 61m. Das bis in eine Höhe von 60m aufsteigende Dach ist mit 230.000 glasierten Ziegeln abgedeckt..

4.7. Prater

Fast eine Welt für sich ist der große Naturpark zwischen Donau und rechtem Donau-Kanal: lebendig und lustig bei Tag, ein wenig zwielichtig bei Nacht. Der 1287 ha große Park zieht sich südöstlich vom Praterstern fast 10 km lang durch das ehemalige "Augebiet" bis zum Praterspitz. Im vorderen Teil liegt der Wurstel- oder Volksprater, mit Gaststätten, Tanzdielen, Schießbuden, Karussells und anderen Attraktionen. Wiens Wahrzeichen, das Riesenrad, wurde von dem Engländer Walter Basset in der Rekordzeit von acht Monaten errichtet und am 21. Juni 1897 in Betrieb ge. Juni 1897 in Betrieb genommen. Bedacht war die monumentale Eisenkonstruktion ursprünglich als Werbund für die britische Industrie. Nach Kriegszerstörung und Wiederaufb au dreht sich das Reisenrad seit 1946 ohne Unterbrechung.

Der Prater ist erstmals 1403 urkundlich erwähnt. Maximilian II. zäunte das Gebiet im 16. Jh. ein, um es als persönliches Jagdrevier zu nutzen. Erst 1766 wurde "das Entree in dem Bratter jedermänniglich erlaubt". 1767 entstanden die ersten Wurstelpraterbuden, 1791 stieg Blanchards erster Montgolfiereballon in den Himmel.

4.8.Wiener Staatsoper

Praktische Informationen zur Staatsoper

Seit 1688 werden in Wien Opern aufgeführt: zunächst am Platz der heutigen Österreichischen Nationalbibliothek, später in den Redoutensälen und im alten Burgtheater am Michaelerplatz; dann im Kärntnertor-Theater, später im abgebrannten Ringtheater, schließlich ab 1869 in der Hofoper.

Der klar gegliederte mächtige Bau des Opernhauses in historisierenden Formen der französichen Frührenaissancentstand in den Jahren von 1861 bis 1869 nach Plänen von August von Siccardsburg und Eduard van der Nüll. Am 12. März 1845 wurde die Staatsoper von Bomben getroffen und brannte aus. Die Wiederaufbauarbeiten dauerten bufbauarbeiten dauerten bis 1955.

Die Staatsoper faßt 2209 Zuschauer, bietet 110 Musikern Platz und nimmt eine umbaute Fläche von 9000m2 ein. Ihre Hauptfassade öffnet sich mit einer zweigeschossigen Halle zur ringstraße. Das dreigeteilte Bühnenhaus ist 1500m2 groß, 53m hoch und 51m tief. Die gesamte Bühnentechnik wurde im Jahr 1994 aufwendig technisch umgebaut und aufgerüstet.

4.9. Burgtheater

Praktische Informationen zum Burgtheater

"Die Burg", wie sie die Wiener nennen, ist die traditionsreichste, einst auch die bedeutenste, deutsche Sprechbühne. Die Bühne wurde 1776 durch Kaiser Joseph II. als "Hoftheater" gegründet, doch mit der Anweisung, ein "deutsches National-Theater" zu sein. Später nannte sie sich "Hof- und Nationaltheater", über dem Eingang steht "Kaiserlich-königliches Hofburgtheater". 1888 erfolgte der Umzug in das neue Haus am Ring, das nach Plänen von Carl von Hasenauer und Gottfried Semper erbaut worden war.

1945 brannte das Burgtheater ab, der Zuschauerraum wurde vollständig vernichtet. Erst am 15. Oktober 1955 konnte das Haus mit Grillparzers "König Ottokars Glück und Ende" wiedereröffnet werden.

Der Bau ist 136m lang, der Mitteltrakt 95m tief; die fassade steig5m tief; die fassade steigt 27m an. Der Zuschauerraum verfügt über 1310 Sitz- und 210 Stehplätze. An der Außenseite der "Burg" fallen die vielen dekorativen Figuren, Kolossalgruppen, Szenen und Büsten der Bildhauer Tilgner, Weyr und Kundmann ins Auge.

Die kostbaren Innenräume sind im Stil des französischen Barock gestaltet. Die Treppenhäuser zeigen Fresken von Gustav und Ernst Klimt und von Franz Matsch.

10 Monate im Jahr wird gespielt, rund 160 Schauspieler sind engagiert. Zusammen mit seiner Kammerbühne, dem Akademietheater, gibt das Burgtheater ca. 420 Mio Schilling aus und nimmt rund 84 Mio Schilling ein. Die Eintittspreise sind hoch. Die Bühne ist technisch gut ausgestattet , doch das Kulissendepot befindet sich außerhalb des Hauses im "Arsenal". So müssen die Kulissen täglich per Tiellader heran- und nach der Vorstellung wieder abtransportiert werden.

4.10. Rathaus

Das Rathaus, im neugotischen Stil gehalten - die mittelalterlichen Städte galten als Vorbild kommunaler Selbstverwaltung! - ist kaum hundert Jahre alt. Das repräsentative Bauwerk der Wiener Stadt- und Landesparlaments und Hauptverwaltungsgebäude der Stadtgemeinde.

Der gewaltige Bau - er nimmt auf Wiens ehemaligem Paradeplatz 14.000 m2 ein - wurde unter Franz Joseph I. vom Dombaumeister Friedrich Schmidt errichtet, ich Schmidt errichtet, der darüber hinaus auch die Dekoration und die Einrichtung fertigte.

Das Wahrzeichen des Rathauses ist der "Rathausmann" auf dem 98m hohen Rathausturm. Der 3,40m große und 1800 kg schwere Bannerträger wurde von Alexander Nehr geschaffen und ist ein Geschenk des Schlossermeisters Wilhelm Ludwig. Im Zentrum des Gebäudes liegt der Arkadenhof, der größte der insgesamt sieben Höfe. Einst als Versammlungsort konzipiert, finden hier die vielbesuchten Konzerte des "Wiener Musik-Sommers" statt.

Der Rundgang im Inneren des Rathauses beginnt in der Schmidthalle, dem ehemaligen "Gemeindevestibül". Bis hierher konnten früher die Equipagen vorfahren. Heute beherbergt es die Stadtinformation. Über die beiden Feststiegen erreicht man die denkmalgeschützten Representationsräume: den 71m langen, 20m breiten und 17m hohen Festsaal, zwei Wappensäle, den Stadtsenatssaal und den "Roten Salon", den Empfangsraum des Bürgermeisters.

Über zwei Etagen erstreckt sich der Sitzungssaal des Wiener Gemeinderates und Landtages, den seit 1922 Wien als österreichische Bundeshauptstadt den Status eines eigenen Bundeslandes erhielt, ist der Gemeinderat gleichzeitig auch Wiener Landtag. Prunkstücke der Ausstattung sind die blattvergoldete Edelholz-Kassettendecke und der von 260 Birnen erleuchtete, 3200kg schwere Juge 3200kg schwere Jugendstillüster, ebenfalls nach einem Entwurf Friedrich Schmidts geschaffen.

4.11. Vienna International Center (UNO-City)

Das an den Donaupark grenzende Vienna International Center ist in Wien auch unter den Namen UNO-City bekannt. Die eigenwillig geschwungenen Bürotürme (nach Plänen vonb Johann Staber) entstanden zwischen 1973 und 1976. Sie gehören dem österreichischen Staat und stehen auf einem Grund, der von der Gemeinde Wien zur Verfügung gestellt wurde. Die gesamte Anlage ist jedoch für 99 Jahre zu einem symbolischen Pachtzins von jährlich 1 Schilling an die Vereinten Nationen vermietet, die hier mehrere ihrer Organisationen unterbrachten: die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) und die Organisation der Vereinten Nationen für Industrielle Entwicklung (UNIDO). Ferner sind noch weitere, aus Genf und New York nach Wien transferierte Un-Einrichtungen eingezogen, u.a. das Zentrum für soziale Entwicklung und humanitäre Angelegenheiten (CSDHA).

Die Bürotürme sind 54-120m hoch. Die City besitzt 43 Personenzüge, 15 Lastenaufzüge, Parkdecks für 2.500 Personenwagen, 24.000 Fenster, 6.000 Türen und 80.000 Leuchstoffröhren! Es wurden 300 km Telefonkabel und 250 km Starkstromkabel verlegt. Am Architekturschmuck und an der künstlerischen Ausgestaltung derhen Ausgestaltung der Innenräume arbeiteten 27 der namhaftesten österreichischen Künstler. Man sieht auf der UNO Plaza den Broneguß "Polis" von Johannis Avramidis, im Inneren u.a. Bilder von W. Hollegha, G. Eisler, K. Korab, K. Regschek, P. Pongratz, Hundertwasser, Reliefs von A. Hrdlicka und G. Hocke.

5. Praktische Informationen

Wählen Sie die Information, die Sie interessiert:

5.1. Anreise

5.1.1 Mit dem Auto:

Aus Deutschland:

Route I: Autobahn München - Salzburg (A8), Salzburg - Wien (A1)

Route II: Regensburg - Passau (A3; E56), Passau - Linz (B138/129)
Linz - Wien (A1)

Empfehlenswert ist auch die Anreise auf der "Straße der Kaiser und Könige" (756km) ab Frankfurt am Main über Linz durch die Wachau nach Wien (Details: Wiener Fremdenverkehrsverband)iener Fremdenverkehrsverband)

Aus der Schweiz:

Route I: Wattwil - Feldkirch (B16 / E77), Feldkirch - Innsbruck (E17), Innsbruck - Kufstein (A12), Kufstein - Salzburg (A93/A8), Salzburg - Wien (A1)

Route II: Autobahn Basel - Karlsruhe (A5), Karlsruhe - München (A8), München - Salzburg (A8), Salzburg - Wien (A1)

Mögliche Variante: St.Gallen - Lindau - Kempten - München - Salzburg - Wien

5.1.2. Mit der Eisenbahn:

Komfortable EuroCity-Verbindungen nach Wien existieren u.a. ab Dortmund (11 Std.), Hamburg, Köln und München (z.B. "Franz Liszt", "Johann Strauß"; Zuschlag; Reservierung empfohlen); ferner u.a. ab Basel und Zürich. Ab Paris fährt täglich der bekannte Nachtzug "Orient Express".

5.1.3. Mit dem Flugzeug:

Der Flughafen Wien-Schwechat ist von mehr als 40 europäischen und über 1 Dutzend außereuropäischen - vorwiegend arabischen - Flughäfen erreichbar.

Direktflüge (Nonstop) aus Deutschland von: Bremen, Düsseldorf, Frankfurt a. M., Friedrichshafen, Hannover, Köln/Bonn, Leipzig, München, Nürnberg Stuttgart und Berlin (Schönefeld); aus der Schweiz ab Genf und Zürich.

Im Herbst/Winter Verspätungen durch Nebel möglich.

5.1.4. Mit dem Schiff:

Von Ende Mai bis Mitte September verkehren Schiffe der DDSG zwischen Passau und Wien. Die Fahrt dauert 16 Wien. Die Fahrt dauert 16 Stunden flußabwärts und etwa 22 Stunden flußaufwärts (Übernachtung jeweils in Linz); Kreuzfahrten u.a. mit "MS Mozart". Reisende, die im Besitz von internat. Eisenbahnfahrausweisen bzw. Reisebürofahrscheinen sind, können wahlweise auch die Schiffe der DDSG (Donau-Dampfschiffahrts Gesellschaft) benutzen, wenn die Fahrausweie für die Bahnfahrt auf den Strecken Passau - Wien, Linz - Wien und Melk - Wien gelten. Die für den Übergang Bahn-Schiff erforderlichen Fahrausweise werden nur an den Schaltern der DDSG-Schiffsstationen ausgegeben, zum Tarifausgleich wird eine Aufzahlungsgebühr erhoben.

5.2. Ausflüge

Rund um Wien gibt es eine Vielzahl verschiedener Ausflugsziele, die sehr kontrastreiche Landschaften erschliessen. Die gutmarkierten Stadtwanderwege - in der Rathausinformation erhaelt man Broschueren mit kleinen Karten - fuehren unter anderem zum Kahlenberg, der Hermanskogel, Bisamberg, zur Sophienalpe und durch den Prater. Die Faltblaetter geben auch die Verkehrsmittel an, die zu diesen Rundwanderwegen fuerhren. Das landschaftlich sehr reizvolle Gebiet des suedlichen Wienerwaldes erreicht man mit der Badner Bahn, die bei der Oper abfaehrt, oder mit der Suedbahen.

5.2.1. Wienerwald

Der 80 km2 große Wienerwald (beliebtestes Naherholungsgebiet Wiens) ist der nordöstlichste Teil der Ostalpen, te Teil der Ostalpen, er senkt sich in mehreren Geländestufen westlich von Wien zur Donau hinab. Im Norden ist er lieblich mit breiten Buckeln und Buchenwäldern, im Osten sonnig mit Schwarzkiefernbestand, im Südosten rauh, mit schluchtenartigen Talausgängen.

Besonders schöne und lohnenswerte Ziele: im Süden Zisterzienserkloster, Gumpoldskirchen (Weingebiet), Laxenburg (Sommerresidenz des "Hofes"), im Nordwesten Grinzing (Weinbauerndorf), der Aussichtspunkt Kahlenberg und im Norden Klosterneuburg.

5.2.2. Schiffsfahrt auf der Donau

Reizvoll ist auch eine Schiffsfahrt auf der Donau, die die Erste Donau-Dampfschiffahrts Gesellschaft veranstaltet; nach Bratislava (Preßburg) und nach Budapest zum Beispiel: entweder auf nostalgische Art mit dem letzten Raddampfer oder auf moderne weise mit einem Luftkissenboot bzw. einem normalen Donauschiff. Die Fahrten dauern zwei bis vier Tage.

In die andere Richtung, donauaufwärts, führen Schiffsfahrten in dieWachau oder über Melk, Grein nach Passau und zurück durch die Wachau nach Wien (einfache Fahrt: vier Tage)

5.3. Essen & Trinken

Der Erfolg der "Wiener Küche" liegt in ihrer Vielfalt. Ihre Rezepte verraten böhmische, ungarische, kroatische, slowenische und italienische Einflüsse. Sie ist weder leicht noch kalorienarm, verwendet aber viele Naturprodukte. Erstaunlich irprodukte. Erstaunlich ist das Angebot an Süßwasserfischen und die Qualität der Wildgerichte während der Wildbretwochen von Oktober bis November. Die "Neue Wiener Küche" folgt den Spuren der französischen "nouvelle cuisine", wird aber nur in wenigen Restaurants angeboten.

Bevorzugtes Getränk neben guten Bieren (1 Seidel = 0,35 l) ist Wein (1 Krügel = 0,5 l). Er kommt vorwiegend aus Niederösterreich und dem Burgenland und wird häufig "g'spritzt" (mit Sodawasser gemischt) getrunken.

Das Wiener Kaffeehaus gehört zu Wien wie der Stephansdom. Für jeden guten Wiener gehört es sich, ein Stammcafé zu besitzen, wo er seinesgleichen traf, plauderte, spielte, studierte, sinnierte, dichtete, Stunden oder auch den Tag verbrachte - bis zum Jahre 1840 in reiner Männergesellschaft. Erst mit dem Aufkommen der Konzertcafés in der Biedermeierzeit waren auch Damen zugelassen. Im Biedermeier entstanden luxuriös ausgestattete Kaffeehäuser, im 19.Jh. dann die vornehmen Ringstraßen-Cafés. das Kaffeehaus wurde zu einem Stück Wiener Kultur, wo sich Libraten, Künstler, Gelehrte, Politiker und Journalisten trafen. Nach Auflösung der Donaumonarchie ging seine Glanzzeit zu Ende, doch gerade jetzt erlebt es wieder eine Renaissance als Treffpunkt und Kommunikationszentrum.

5.4. Heurige

"Heuriger" ist ein Doppelbriger" ist ein Doppelbegriff: Er bezeichnet einerseits den Wein und zum anderen das Lokal, in dem er ausgeschenkt wird und in denen Winzer ihren eigenen Wein ausschenken. Neben dem "Heurigen" werden auch diverse Speisen angeboten.

Die berühmteste Wiener heurigengegend ist Grinzing.

Eine Broschüre über "Heurige" in Wien, in der u.a. auf Öffnungszeiten und Besonderheiten (Garten, Musik) hingewiesen wird, verteilt der Wiener Fremdenverkehrsverband.

5.5 Festivals

Kulturkalender

Die bereits Tradition gewordenen Ausstellungen des Historischen Museums in der Hermesvilla des Lainzer Tiergartens mit dem Schwerpunkt Mode stehen das ganze Jahr offen, neue Programme beginnen meist im April. Die grossen Winterausstellungen des Historischen Museums im Kuenstlerhaus werden von Dezember bis Anfang Juni praesentiert.

Wiener Musik-Sommer,

Im Juli - August/September stattfindende musikalische Veranstaltungen mit Arkadenhof-konzerten, Schönbrunner Schloß-Konzerten, Rathausplatz-Konzerten, Palais- und Kirchen-Konzerten, Promenaden- und Park-Konzerten. Kartenbestellung:Wiener Musik-Sommer, Friedrich-Schmidt-Platz 5, 1082 Wien, Tel.: 40 00-84 00

5.6. Museen

In städtischen Museen ist der Eintritt am Freitagvormittag, in staatlichen Museen an jedem ersten Sonntag im Monat gratis. Beim Kauf eines Museumspasses (14 Abschnitte; zeitlich unbegrenztgültig, übertragbar; erhältlich in den Museen) ermäßigt sich die Eintrittsgebühr für all diese Museen um fast 30%.

Kunsthistorisches Museum